RheinLand Versicherungsgruppe: Bilanz 2017

Die Gesellschaften der RheinLand Versicherungsgruppe, denen die Rhion Versicherung AG angehört, haben im Geschäftsjahr 2017 erneut ein deutliches Beitragswachstum verzeichnen können. Die Konzernbilanz weist eine Steigerung der Beitragseinnahmen von 478,3 Mio. auf 503,0 Mio. Euro aus, was einem Plus von 5,1 Prozent entspricht. Alle Geschäftsfelder verzeichneten eine positive Weiterentwicklung.

In der Restkredit- und Kaufpreisversicherung wuchs das Beitragsaufkommen um 16,7 Prozent. Die Risikolebensversicherung erreichte einen beachtlichen Zuwachs von 2,9 Prozent. In der klassischen Schaden- und Unfallversicherung beliefen sich die Beitragseinnahmen auf 210,4 Mio. Euro. Sie fielen damit aufgrund des bewussten Verzichts auf risikoreiches Geschäft etwas geringer aus als im Vorjahr.

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle nach Rückversicherung in der Schaden- und Unfallversicherung lagen bei 138,3 Mio. Euro nach 134,6 Mio. Euro im Vorjahr. Die Summe der Kapitalanlagen erhöhte sich von 1,497 Mrd. auf 1,527 Mrd. Euro, das konsolidierte Eigenkapital stieg von 179,3 Mio. auf 188,9 Mio. Euro. Im Zehnjahresvergleich hat sich das Konzerneigenkapital verdoppelt.

Das Konzernergebnis vor Steuern betrug 20,1 Mio. Euro. Mit einem Konzernüberschuss nach Steuern von 13,7 Mio. Euro blickt die RheinLand-Gruppe wiederum auf ein gutes Geschäftsjahr. Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer blieb 2017 weitgehend konstant.

Ausblick 2018

Mit der Gründung der RH Digital Company GmbH treibt die RheinLand Versicherungsgruppe den Ausbau ihrer digitalen Aktivitäten zügig voran. Das neue Unternehmen konzentriert sich ausschließlich auf die Entwicklung digitaler Versicherungsprodukte und Geschäftsmodelle für die RheinLand-Gruppe.

Die Gründung der Digital Company ist eingebettet in einen strategischen Masterplan zur Digitalisierung. Der wissenschaftlich begleiteten Beteiligung an einem InsurHub in Berlin folgte Ende 2017 die Einrichtung einer Zukunftswerkstatt als unternehmenseigenem Versuchslabor und Think-Tank. Zudem sind Investitionen geplant, mit denen viele Arbeitsplätze in eine offene Bürostruktur (Open Space) überführt werden. Ziel ist es, das vernetzte Arbeiten in interdisziplinären Teams zu fördern. 

Darüber hinaus setzt die RheinLand-Gruppe verstärkt auf Austausch und Vernetzung. Ein Beispiel hierfür ist die zum 1. Februar begonnene Kooperation der RheinLand-Gruppe mit der Innovationsplattform Plug and Play. Das im Silicon Valley, USA, ansässige Unternehmen ist der weltweit größte Accelerator für Startups im Finanzbereich, deren Entwicklung bis zur Marktreife durch Plug and Play vor allem strategisch, technisch und finanziell gefördert wird.

In Deutschland gehört die RheinLand-Gruppe zum Mitgliederkreis des InsurLab Germany, Köln, das Mitte November vergangenen Jahres offiziell eröffnete. Ein Ziel der Initiative ist die Verbindung von Startups aus dem InsurTech-Bereich mit der Versicherungswirtschaft. Auf der Agenda stehen Künstliche Intelligenz, Big Data, Blockchain, e-Health, e-Payment, das Internet der Dinge und Virtual Reality.